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Diakonische Impulse für die Kirchenvorstände

Sabine Weber. Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Osnabrück.

Die Vertreter der diakonischen Einrichtungen in Stadt und Landkreis werben dafür, dass ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich bei der nächsten Kirchenvorstandswahl im März 2018 zur Kandidatur stellen. Warum das so ist, liegt auf der Hand: Diakonie-Mitarbeitende in den neuen Kirchenvorständen könnten Diakonie und verfasste Kirche stärker verknüpfen, außerdem gegenseitig profitieren.

Viele evangelische Gemeinden sind bereits auf der Suche nach Kandidaten und Kandidatinnen für die Kirchenvorstandswahlen im nächsten Jahr. Diese Aufgabe ist nicht immer einfach, denn die vorhandenen Ehrenamtliche sind bereits vielfach belastet und neue zu gewinnen, fällt nicht immer leicht. Allerdings gibt es durchaus Chancen, Menschen für das kirchliche Ehrenamt zu finden, behauptet Cornelia Poscher, Freiwilligenmanagerin im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte. Sie belegte diese Hoffnung mit Zahlen des Freiwilligen Survey, einer Datenerhebung zum Ehrenamt von ca. 30 000 Menschen über 14 Jahren. 48 Prozent alle Evangelischen engagieren sich demnach ehrenamtlich, eine Zahl, die über dem Durchschnitt liegt. 14 Prozent von ihnen können sich vorstellen, weitere Aufgaben in der Kirche zu übernehmen. Auf Wunsch der Ehrenamtlichen soll die freiwillige Dienst wunschgemäß, zeitlich begrenzt und flexibel gestaltbar sein.

Menschen für die Kirchenvorstandswahlen sollten nicht mit „Überredungstaktiken“ gewonnen werden, mahnte Hans-Georg Meyer -ten Thoren, Superintendent des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte. Kirchenvorstände müssen künftige Aufgaben klar definieren. „Das Ehrenamt braucht Transparenz“, so Meyer – ten Thoren.

„Es wäre schön, wenn die diakonische Kultur in den Kirchengemeinden belebt wird“, so der Wunsch von Doris Schmidtke, Vorsitzende der Konferenz der Diakonie. Mit anderen Worten: mehr Mitarbeitende aus diakonischen Einrichtungen in die künftigen Kirchenvorstände, denn gerade diese Menschen sind bestens dafür geeignet, Verantwortung zu übernehmen.

Sabine Weber ist eine solche Brückenbauerin zwischen Diakonie und verfasster Kirche. Die Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Osnabrück ist ehrenamtliche, stellvertretende Vorsitzende im Kirchenvorstand der Markus-Gemeinde in Osnabrück. Sie berichtete von ihren Erfahrungen, auch von den Unterschieden: kirchliche Entscheidungswege sind lang, hierarchische Struktur hemmen und unternehmerisches Handeln sei vielen Kirchengemeinden fremd. Wenn diakonisch-unternehmerisch arbeitende Menschen als Ehrenamtliche in den Kirchengemeinden einsetzen, werden sich positive Verbindungen ergeben, beide Seiten könnten nur gewinnen, versicherte Sabine Weber.

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