top

Zum Seitenanfang springen

Konzept und Aufbau

Das Projekt HAFEZ ist der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention auf verschiedenen Ebenen gewidmet. Es steht auf drei Säulen –

Säule 1 – Aufklärung: Unsere Aufklärungsangebote dienen der Völkerverständigung und richten sich sowohl an zugewanderte Menschen, die in Deutschland Schutz suchen als auch an die deutsche Zivilgesellschaft und an Institutionen, die mit geflüchteten Menschen zu tun haben und sich Beratung wünschen. Geplant sind Seminare für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und junge Erwachsene zu gesellschaftlichen und politischen Themen, öffentliche Aufklärungsvorträge zur Radikalisierungsprävention an verschiedenen Standorten des Sozialraums Belm / Wallenhorst / Bissendorf, Beratung von Institutionen zum Thema Islam, Kultur, Religion, Flucht und Radikalisierung sowie individuelle Beratung von Jugendlichen/jungen Erwachsenen aus dem Sozialraum mit Fluchthintergrund zu allen relevanten Themen, speziell Asylrecht, Bleibeperspektive und Ausbildung in Deutschland.

Säule 2 – Begegnung: Über das gemeinsame Tun und Erleben werden Begegnungsräume zwischen BürgerInnen mit und ohne Migrationshintergrund und Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, geschaffen. Auf diese Weise sollen die Menschen, die hinter dem Begriff „Flüchtling“ stehen, sichtbar gemacht, Berührungsängste abgebaut sowie Kontakte und Bekanntschaften ermöglicht werden. Erreicht wird dies durch unterschiedlich gelagerte Angebote. Es wird ein internationales Kochprojekt in den Räumen der Ökumenischen Jugendhilfe sowie in den Küchen von Kitas und Schulen stattfinden. Zudem gibt es gemeinsame wöchentliche Freizeitangebote an Nachmittagen und in den Ferien mit den durch die Ökumenischen Jugendhilfen betreuten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und den im Rahmen der ambulanten Hilfen betreuten Familien. Hierzu zählt auch eine längere Freizeitfahrt mit den Jugendlichen. Auch musische und künstlerische Workshops werden in diesem Rahmen durchgeführt.

Säule 3 – Innovation: In Zusammenarbeit mit den Kindergärten und den Schulen aus dem Sozialraum soll ein Konzept entwickelt werden, das dazu beiträgt, die Einrichtungen im Umgang und in der Kommunikation mit geflüchteten Familien und mit evtl. durch die Flucht traumatisierten Kindern zu unterstützen und zu entlasten. Zuerst werden hier die Bedarfe der Institutionen erfragt und abgebildet. Dazu werden entsprechende Fragebögen entwickelt und die gewonnenen Erkenntnisse in den Konzeptionsprozess eingebracht. Perspektivisch soll das erstellte Konzept auch in anderen Institutionen Verwendung finden und zur Dissemination der im Projekt gesammelten Erkenntnisse dienen.

Projektaufbau

Zielgruppen sind somit Geflüchtete, speziell unbegleitete minderjährigen Flüchtlinge und Familien, Jugendliche sowie BürgerInnen im Sozialraum, ErzieherInnen und LehrerInnen an Kitas und Schulen des Sozialraums und Institutionen und MultiplikatorInnen, die in dem Themenfeld aktiv sind und Beratungsbedarf haben. Durch die Vielfalt an Zielgruppen soll ein ganzheitlicher Ansatz zur Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention geschaffen werden. Räumlicher Schwerpunkt des Projekts stellt der Sozialraum 4 des Landkreises Osnabrück mit den Gemeinden Belm, Bissendorf und Wallenhorst dar, aber auch Interessierte aus anderen Kommunen können gerne Kontakt mit dem Projektteam aufnehmen.

Jobmesse Osnabrück

Besuchen Sie uns auf der Jobmesse am 08./09.09.2018 in Osnabrück.

Flüchtlingshaus Osnabrück

Weitere Informationen zum Flüchtlingshaus Osnabrück

Zum Seitenanfang springen