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Haus am Lechtenbrink in Jeggen feiert 95. Gründungstag

Hand in Hand wird seit 95 Jahren für ältere und schwächere Menschen gearbeitet. So soll es weitergehen, versprachen Vertreter der Diakonie, der Kirchengemeinden und des öffentlichen Lebens. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Zusammen lebt es sich besser als allein. In allen Lebensbereichen ist das so, ganz besonders im Haus am Lechtenbrink. Das Diakonie Alten- und Pflegeheim in Jeggen feierte jetzt seinen 95. Gründungstag. Statt Grußworten und offiziellem Empfang gab es eine Andacht, bei der vielfach die Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung deutlich wurde.

Die diakonische Hilfe auf dem Lechtenbrink begann 1920, als die Diakonie Schwestern Henny Giere und Anna Rothert Spenden sammelten und ihr eigenes Vermögen einbrachten, um Kindern ein neues Zuhause zu geben und ihnen im bescheidenen Haus ins Leben zu helfen. Auch alleinerziehende Mütter fanden hier mit ihren Kindern Zuflucht. 1932 wurde die Heimstätte Jeggen Altenheim und 1942 kamen Pflegebetten hinzu. 1955 wurde es das erste „Siechenheim“ in Stadt und Landkreis. Haus für Haus kam hinzu. Ein großer Umbau fand von 1999 bis 2001 statt. Heute verfügt das Haus über 84 Plätze, die Sozialstation Belm-Bissendorf hat unter diesem Dach ihre Zentrale für ambulante Pflege. „Wir hatten immer die Nase vorn, und das soll auch so bleiben“, versicherte Doris Schmidtke, Aufsichtsratsvorsitzende der EPPJ gGmbh, des diakonischen Trägers Evangelische Pflegepartner Jeggen.

In bester Erinnerung war den Gästen das 90-jährige Jubiläum, jetzt geht es rasant auf die hundert zu. Zum 95-jährigen Bestehen gab es kein rauschendes Fest, wohl aber Worte der Dankbarkeit und der Anerkennung für das Geleistete. Einander annehmen in allen Lebensphasen, ohne Vorbehalte und mit Respekt – das sei zusammengefasst die Aufgabe im Haus am Lechtenbrink, sagte Sabine Weber. Die Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Osnabrück bat Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen dem Haus nahe stehen, um persönliche Worte zur Arbeit in der Altenpflegeeinrichtung. Betreutes Leben im häuslichen Umfeld und wenn das nicht mehr möglich, zufrieden und selbstbestimmt wohnen im Haus am Lechtenbrink, dabei zeichnen liebevolle Pflege und vertrauensvolle Zusammenarbeit das Haus aus, die Bewohner sind wichtiges Glied ihrer Kirchengemeinde und gute Nachbarn in Jeggen. Die Einrichtung ist Teil eines lebendigen Netzwerkes, und der Kleine Laden – von der HHO betrieben – bietet ein Stück Alltag, die Kapelle ist Ort der Einkehr. Insgesamt lobten die Gratulanten die Offenheit und Veränderungsbereitschaft des Seniorenhauses. „Seit 95 Jahren werden hier Menschen angenommen, Annahme verweigert, geht bei uns nicht“, so Diakoniepastorin Doris Schmidtke.

Neue Osnabrücker Zeitung (Bärbel Recker-Preuin) / 18.09.2015

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